Wer für das Jahr 2026 eine Reise nach Korea plant, kann sich auf einige Neuerungen freuen. Diese Neuerungen werden die Einreise dorthin noch unkomplizierter machen, da sich Korea ständig weiterentwickelt, um die Abläufe für internationale Gäste zu vereinfachen. Die wichtigste Neuerung ist die verpflichtende E-Arrival-Card.
Besonders für Reisende aus Deutschland gibt es außerdem gute Nachrichten, da bewährte Erleichterungen verlängert wurden.
Falls du deine Korea-Reise schon planst, habe ich noch einen Tipp. Es gibt im Jahr vier Zeiten, in denen besonders viele Koreaner selbst unterwegs sind. Ich war zu einigen dieser Zeiten schon in Korea unterwegs und habe gemerkt, dass Hotels oder Unterkünfte in diesem Zeitraum oft Monate vorher ausgebucht sind und viele auch die Preise anheben. Beliebte Reiseziele und Sehenswürdigkeiten sind oft voller und je nachdem, wo man ist, muss man auch mit längeren Wartezeiten rechnen. Flughäfen sind in diesen Zeiten meist voll und überlaufen, so dass man besonders beim Abflug-Check-in wesentlich mehr Zeit einplanen muss.
Was sich genau ändert und worauf es ankommt.

E-Arrival-Card wird ab Januar 2026 verpflichtend
Seit Februar 2025 gibt es in Korea die elektronische Ankunftskarte. Bis Ende 2025 konnte man noch zwischen der Papierversion im Flugzeug und der digitalen Variante wählen. Ab dem 1. Januar 2026 akzeptiert Korea nur noch die digitale E-Arrival-Card.
Das System ist auf der offiziellen Website www.e-arrivalcard.go.kr erreichbar. Die Sprache ist Englisch, eine deutsche Version gibt es nicht. Das Ausfüllen dauert etwa fünf Minuten, ist kostenlos und funktioniert auch problemlos auf dem Smartphone. Dabei werden Reisepass, Flugnummer, Unterkunftsadresse und Kontaktdaten abgefragt.
Wichtig ist die Gültigkeit. Die E-Arrival-Card bleibt nur 72 Stunden aktiv. Verschiebt sich der Flug und liegt die Ankunft mehr als drei Tage nach dem Ausfüllen, muss das Formular neu eingereicht werden.

Nicht jeder braucht die E-Arrival-Card. Ausgenommen sind Personen mit einem dauerhaften Aufenthaltstitel in Korea, Inhaber einer K-ETA und koreanische Staatsbürger mit Wohnsitz im Ausland, die länger als zwei Jahre außerhalb Koreas leben.
K-ETA-Befreiung gilt weiterhin bis Ende 2026
Die K-ETA, die Korea Electronic Travel Authorization, wurde 2021 eingeführt. Ursprünglich war sie für alle Reisenden aus visumfreien Ländern verpflichtend. Seit 2023 gilt für 22 Länder, darunter Deutschland, eine Ausnahmeregelung. Diese wurde nun bis zum 31. Dezember 2026 verlängert.
Hier ist ein entscheidender Punkt, der immer wieder zu Verwirrung führt: Es zählt die Staatsangehörigkeit, nicht der Abflugort. Ein Beispiel: Jemand mit deutscher Staatsbürgerschaft, der von London nach Korea fliegt, braucht keine K-ETA. Eine Person mit türkischer Staatsbürgerschaft, die von München nach Korea fliegt, braucht eine K-ETA, weil die Türkei nicht zu den befreiten Ländern gehört.
Deutsche Staatsangehörige können also ohne K-ETA einreisen. Voraussetzung ist ein gültiger Reisepass und die ausgefüllte E-Arrival-Card. Der Aufenthalt darf 90 Tage nicht überschreiten und dient touristischen oder geschäftlichen Zwecken.

Man kann freiwillig eine K-ETA beantragen. Das kostet 10.000 Won, umgerechnet etwa sieben Euro, und bringt einen klaren Vorteil: Inhaber einer K-ETA sind automatisch von der E-Arrival-Card befreit. Die K-ETA ist drei Jahre gültig und erlaubt mehrfache Einreisen.
Ich habe mir eine K-ETA geholt. Das ist für mich entspannter, weil ich ein- bis zweimal im Jahr nach Korea fliege und mir so jedes Mal das Ausfüllen der E-Arrival-Card spare. Für die meisten Urlauber, die einmal im Jahr oder seltener reisen, ist die E-Arrival-Card aber der einfachere Weg.
KorailPassPlus kombiniert Bahnpass und Transportkarte
Seit dem 2. Januar 2026 gibt es den KorailPassPlus. Das ist eine physische Karte, die drei Funktionen in einer vereint: KTX-Bahnpass, Metro- und Bus-Karte sowie Bezahlfunktion.
Der klassische KORAIL PASS erlaubt unlimited KTX-Fahrten für zwei bis fünf Tage. Bisher war das nur ein E-Voucher oder digitales Ticket auf dem Smartphone. Jetzt gibt es eine echte Karte mit traditionellem Taegeuk-Design, die als Souvenir behalten werden kann.

So funktioniert der KorailPassPlus: Man kauft den KORAIL PASS online auf der Korail-Website oder direkt am Bahnhof. Zusätzlich zahlt man 8.000 Won, etwa 5,50 Euro, um die Transportfunktion zu aktivieren. Nach dem Aufladen kann die Karte für KTX-Züge, Metro, Busse, Zahlungen in Convenience Stores und ausgewählten Geschäften genutzt werden.
Erhältlich ist der KorailPassPlus am Flughafen Incheon und an großen KTX-Bahnhöfen wie Seoul Station, Busan, Dongdaegu und Daejeon. Der Reisepass wird zur Aktivierung benötigt.
Praktische Tipps für die Urlaubsplanung mit Blick auf den Kalender
Neben Formularen und Tickets gibt es noch etwas, das eine Reise beeinflusst. Es sind die Tage, an denen zum Teil Millionen Koreaner selbst unterwegs sind.
Dann stehen am Bahnhof mehr Menschen mit Koffern. Busse, Züge und Inlandsflüge sind schneller ausgebucht. An den Flughäfen Incheon und Gimpo kann es voller werden als sonst, und wer in dieser Zeit zurück nach Hause fliegt, sollte etwas mehr Zeit für Check-in und Sicherheitskontrolle einplanen.
In beliebten Regionen ziehen die Preise an und sind schon früh reserviert oder ausgebucht. Gleichzeitig wirken andere Orte ruhiger als sonst. Wer diese Zeiten kennt und sich darauf einstellt, kann seine Reise gut planen und Korea in allen Facetten erleben und genießen.
Seollal: Das wichtigste Fest des Jahres
Der 16. bis 18. Februar 2026 markiert Seollal, das Lunar New Year. Es ist das wichtigste Fest in Korea. Viele Millionen Menschen reisen zu ihren Familien, oft quer durchs ganze Land. Die Autobahnen sind voll. KTX-Tickets sind oft Wochen vorher ausverkauft.
Viele kleinere Restaurants und Geschäfte schließen für zwei bis drei Tage. Betroffen sind vor allem Läden in Wohnvierteln, deren Besitzer selbst zu ihren Familien fahren. Große Ketten wie Lotte, Shinsegae und E-Mart bleiben geöffnet, ebenso alle Convenience Stores und die meisten Museen und Paläste.
Seoul wird während Seollal deutlich ruhiger. Die großen Touristenattraktionen sind weniger überlaufen als sonst. Wer in dieser Zeit in der Hauptstadt ist, kann die Stadt entspannt erkunden.
Children's Day Woche: Fünf Tage am Stück
Der 1. Mai ist Labour Day und fällt 2026 auf einen Freitag. Der 5. Mai ist Children's Day, ein offizieller Feiertag, der auf einen Dienstag fällt. Viele Koreaner nehmen den 4. Mai als Brückentag frei. Das Ergebnis sind fünf Tage am Stück.
Besonders Familien mit Kindern nutzen diese Zeit für Ausflüge. Die Strände in Busan, die Insel Jeju und Theme Parks wie Lotte World und Everland werden sehr voll. Preissteigerungen von 30 bis 40 Prozent sind keine Seltenheit.

Sommer-Urlaubszeit: Ende Juli bis Anfang August
Die Woche vom 28. Juli bis 3. August ist besonders intensiv. Viele Firmen in Korea planen den Sommerurlaub ihrer Mitarbeiter gebündelt. Ganze Abteilungen machen gleichzeitig frei. Die Schulferien verstärken diesen Effekt zusätzlich.
In dieser Zeit sind Züge und Hotels in den Ferienregionen oft komplett ausgebucht. Die Strände sind extrem voll, besonders Busan, Haeundae, Sokcho und die gesamte Ostküste. Hotels werden deutlich teurer. Ein Zimmer, das normalerweise 100.000 Won kostet, kann in dieser Zeit 300.000 Won kosten.
Auch am Flughafen Incheon und am Flughafen Gimpo muss man in diesem Zeitraum mit sehr langen Wartezeiten rechnen. Bei der Sicherheitskontrolle können Verzögerungen von drei Stunden oder mehr auftreten, da viele Menschen gleichzeitig verreisen. Wer in dieser Zeit im Land ist, sollte für alle Wege deutlich mehr Zeit einplanen.

Chuseok: Erntedankfest im September
Der 24. bis 26. September 2026 markiert Chuseok, das Erntedankfest. Es ist das zweitwichtigste Fest nach Seollal. Wieder sind Millionen unterwegs zu ihren Familien. Viele kleinere Geschäfte, Restaurants und Cafés, besonders auch außerhalb der großen Städte schließen. Die Besitzer verbringen Zeit mit ihren Familien. Die meisten großen Läden bleiben geöffnet.
Ich war während der Chuseok-Feiertage in Seoul und bekam einen Einblick in diese Tradition. Die Stadt fühlte sich ruhiger an als sonst. Viele kleinere Geschäfte und einige Restaurants hatten geschlossen. Aber die meisten großen Läden blieben geöffnet. Am Gyeongbokgung-Palast herrschte in der Zeit eine besondere festliche Atmosphäre. Viele Besucher trugen traditionelle Hanboks. Am Han River saßen Familien beim Picknick zusammen, Kinder spielten, Erwachsene lachten und teilten Essen. Seoul "funktioniert" weiter, ist aber deutlich entspannter als sonst.
Fazit
Korea bleibt 2026 ein Land, das seine Gäste willkommen heißt. Die E-Arrival-Card wird online oder in der App ausgefüllt, die K-ETA-Befreiung für deutsche Staatsbürger bleibt bis Ende 2026 bestehen, und der KorailPassPlus macht das Reisen mit Bahn und Bus noch einfacher.
Wer seine Reise plant, sollte die vier großen Reisezeiten im Blick haben. Seollal im Februar, die Children's Day Woche Anfang Mai, die Haupturlaubszeit Ende Juli bis Anfang August und Chuseok im September sind die Zeiten, in denen Hotels und Züge früh ausgebucht sind. Mit etwas Vorlauf lässt sich das gut planen, und die Reise verläuft entspannt.
An Feiertagen bleiben große Ketten, Convenience Stores, Museen und Paläste geöffnet. Viele Paläste bieten an Feiertagen besondere Veranstaltungen und traditionelle Aufführungen. Kleinere Geschäfte in Wohnvierteln und familienbetriebene Restaurants sind oft geschlossen.
Egal, wann du 2026 nach Korea kommst, es wird sicherlich eine großartige und beeindruckende Reise für dich. Und wer weiß, vielleicht läuft man sich zufällig in Seoul, auf Jeju Island oder irgendwo im Land über den Weg, denn meine Reisen für 2026 sind auch schon geplant.
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